Lakenfelder und Sittiche

Für alle die Tiere züchten und lieben, sie artgerecht halten und pflegen


Lakenfelder Küken, 3 Tage alt

Lakenfelder Küken, 3 Tage alt

Lakenfelder

Kennzeichen:

Durch Züchtung ist die schwarze Zeichnungsfarbe in den Bereichen Hals und Schwanz sowie verdeckt in den Flügeln gefestigt worden. Damit präsentieren sich die Lakenfelder als eine Hühnerrasse mit einer weißen Mantelgefiederfarbe und vor allem einer sich bei Hahn und Henne gleichenden intensiven schwarzen Hals- und Steuerzeichnung.
Die schieferblauen Läufe und die weißen Ohrscheiben, dazu der rote Kopf, sind weitere Attribute dieses eleganten Landhuhntypes.

Beim Hahn liegen die ins Auge fallenden äußeren Zeichnungsbereiche vorwiegend im Hals, Sattel und Schwanz. Aber auch das Untergefieder und die - je nachdem, ob man viel Farbstoff in seiner Zucht hat - schwarzen bis schwarzgrauen Innenfahnen, sind mit entscheidend für immer erforderliche Ausgleichspaarungen.
Beim Hahn dürfen nur auf der Kopfplatte die feinen Federn, die links und rechts den Kamm säumen, meliert sein, sonst sind Kopf und Hals möglichst vollkommen schwarz. Den weißen Sattelbehang ziert ein mehr oder weniger deutlicher schwarzer Schaftstrich, der, je weiter man in Richtung Schwanz kommt, dunkler wird. Die Sichelfedern zeigen oft nur einen recht schmalen, schönen weißen Saum um die Feder. Dabei sollte allgemein der Schwanz schwarz sein.

Bei den Hennen ist der Hals oft nicht so intensiv gezeichnet. Hier lässt der Standard zum Kopf hin leichte weiße Säumung zu. Auch ist man großzügig bei der Bewertung, wenn vom Kopf beginnend in der oberen Hälfte des Halses auslaufende weiße Farbeinlagerungen vorhanden sind. Man könnte bei diesen Federn auch von einem breiten schwarzen Schaftstrich auf weißem Grund sprechen, der sich aber nach der unteren Hälfte des Halses hin so verbreitern sollte, dass hier der Hals der Henne auch intensiv schwarz erscheint.

Neben der anspruchsvollen Farbverteilung ist natürlich die Form eine wichtige Standardforderung. Sie sollen einen Landhuhntyp mit gut gerundeter Rechteckform zeigen, wobei vor allem auf eine volle und tiefe Brust sowie einen gut entwickelten Legebauch geachtet werden sollte.
Die Flügel sollten gut anliegen und wie auch die Schwanzfedern doch etwas lang sein. Die Hähne sollten die Flügelenden immer unter dem Sattel tragen. Der mittellange, gleich breit bleibende Rücken wird kaum abfallend getragen und sollte fließend in den zwar hoch aber nicht zu steil getragenen Schwanz übergehen. Dazu passend sollten die Schenkel nur wenig sichtbar, aber recht straff befiedert sein. Auch ist der Stand allgemein nicht zu hoch, er wird laut Standard mit mittelhoch angegeben. Neben der Farbe und Form ist natürlich der Kopf auch ein Blickfang bei der Beurteilung. Die  Schädelform sollte etwas länglich und mäßig breit sein, dazu mittelgroß. Darauf sitzt der mittelgroße Stehkamm, bei dem man eine gleichmäßige, nicht zu tiefe Zackenbildung fordert, dazu sollte die Kammfahne freistehen. Bei der Henne, vor allem wenn sie legefreudig ist, kann sich die Fahne zur Seite neigen. Das Gesicht sollte vollkommen rot sein. Die Kehllappen sollten zum Kopf passen und nur mittellang, aber doch gut gerundet sein. Die Augenfarbe wird braunrot gefordert. Bei den ovalen, recht kleinen Ohrscheiben ist bei Alttieren ein roter Rand gestattet. Die  Schnabelfarbe ist der Lauffarbe angepasst, oft etwas heller. Insgesamt sollte der Kopf nicht groß und grob erscheinen.

Verbreitung:

Deutschland, England, USA.

Herkunft:

Nach deutscher Literatur sollen die Lakenfelder hingegen Anfang des 19. Jahrhunderts aus Westfälischen Totlegern, Campinern und (nach H. Schmidt 1985) eventuell auch aus den belgischen Zottegems entstanden sein. Als engere Heimat ist dabei die Region südlich des Dümmer Sees anzusehen, der seinerseits nördlich von Osnabrück im heutigen Naturpark Dümmer liegt. Der Standard weist die Lakenfelder als alte deutsche Rasse aus, die um 1840 in Westfalen und Hannover oft gezüchtet wurde und seit langer Zeit auch in den Niederlanden vorhanden war.

Eigenschaften und Leistung:

Der Standard sieht für sie ein Gewicht vor, das sie als leichte Rasse deklariert: für den Hahn 1,75 bis 2,25 kg, die Henne dazu mit 1,5 bis 2 kg, bei der Ringgröße 18 bzw. 16.

Besonderheiten:

Lakenfelder werden als eine seltene deutsche Rasse von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) unterstützt und gefördert.

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